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Was ist Prozeßschutz?
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Gegenüberstellung von Argumenten zum Prozeßschutz, so wie es die Bürgerinitiativen durchsetzen wollen und wie die Verantwortlichen Herrn Beamten und zust. Politiker ihr Verhalten begründen.
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Argumente
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der Herrn Beamten und zust. Politker
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der Bürgerinitiativen
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| Begründung für ein teures, überflüssiges Eingreifen in Nationalparknatur und Verhinderung von Prozeßschutz. |
Widerlegung der unsinnigen Argumentationen. |
| "Natürliche Prozesse könnten nur stattfinden, wenn durch menschliches Eingreifen die Bedingungen dafür geschaffen worden seien." |
"Behauptung ist laienhaft und ökologisch nach allgemeinem wissenschaftlichen Standard falsch.
Natürliche Prozesse setzen sofort und überall ein, wenn menschliches Handeln unterbleibt. Nicht irgendwelche früheren Zustände sind zu schützen (davon gibt es vom Säbelzahntiger bis heute beliebig viele), sondern natürliche Prozesse, die nach dem Stopp menschlichen Handelns selbsttätig einsetzen. Das führt kostenlos und relativ schnell zu solchen Naturzuständen, wie es die Natur selber regelt."
Bestätigung Bundesamt für Naturschutz (Telefon: 0228-8491-424) und
Quelle: H. Remmert, Ökologie 1978 |
| "Das Wild vermehre sich übermäßig, fresse den Wald auf und die natürliche Vielfalt werde beeinträchtigt" (Begründung für die Jagd im Nationalpark) |
"Das ist eine vom Grundsatz her unsinnige Annahme, da Wild sich nicht unbegrenzt vermehrt, sondern Bestandsgröße sich selbständig reguliert in Abhängigkeit vieler Faktoren (wie Klima, Wuchsbedingungen, Krankheiten, auch Jagd und Verkehrstod außerhalb des NLP, die das Wild regelmäßig verläßt). Zur Regulation des Wildbestandes bedarf es keiner Beutegreifer, da diese durch Größe des Beutebestandes reguliert werden, nicht aber umgekehrt.
(Quelle: s.u.a. Kurt 1977)
Das ist entwicklungsgeschichtlich einleuchtend und gilt für alle Räuber-Beutebeziehungen, weil naturgemäß erst einmal eine Beutepopulation da sein muß, bevor sich entsprechende Räuber einstellen. Daher ist Jagd ökologisch gesehen überflüssig und falsch. Im Nationalpark ein Skandal." |
| "Das Wild müsse bejagdt werden, da sonst nicht alle Pflanzen im Nationalpark vorkämen, die auf Grund der Standortverhältnisse dort wachsen müßten" |
"Das genaue Gegenteil ist richtig. Zahlreiches Wild ist ein wesentlicher Faktor der Pflanzenwelt-Entwicklung. Das zeigen auch die Untersuchungen von: Krüsi, Schütz e.a. Huftiere u. Vegetation, 1998 aus dem Schweizer Nationalpark über Sinn und Notwendigkeit ausreichender Rotwilddichte im Nationalpark (Längsschnittuntersuchung von 1917-1997).
Die Untersuchung belegt, daß eine hohe Rotwilddichte von 8 bis 12 Stück pro 100 ha den pflanzlichen Artenreichtum besonders fördert. Im übrigen ist die geringe Menge von Nebenbaumarten normal, nämlich 1% der dominierenden standortgerechten Baumarten (nach dem wohl angesehensten deutschen Waldökologe Otto, 1994).
Nur einige Forstbeamte glauben (manchmal mit wahnhafter Selbstgewissheit), daß neuerdings alle Pflanzen auf einem Standort wachsen müssen, die prinzipiell dort wachsen könnten.So gesehen ist manche forstliche Maßnahme, wie das Niedersächsische LÖWE-Programm, eine dauerhafte ABM-Maßnahme für diese Berufsgruppe." |
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Daß hohe Wilddichte und von menschlichem Wirken befreite Natur tatsächlich optimale, nationalparkgerechte Naturverhältnisse hervorbringt, hat gerade das Gebiet um den Brocken herum gezeigt, wo fast dreißig Jahre lang Forstwirtschaft und Jagd aus politischen Gründen verboten waren.
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Ethologisch unverantwortbar und bar jeglicher ethologischer (Ethologie: Wissenschaft vom Verhalten der Tiere) oder genetischer Kenntnisse ist die seit Jahren betriebene Ausrottungsjagd. Beispiel: Brockengebiet. Durch Luftbildanalyse wurden alle nur denkbaren Schützenstände der Kernflächen ermittelt. Ca. 7o Schützen besetzen sie jährlich neu. Das Wild wird so lange an den Schützen vorbeigehetzt, bis alle Tiere, die im Laufe des Jahres in den Nationalpark einwanderten, abgeschossen sind. Damit wird nicht nur genetisches Material vernichtet, sondern auch soziale Kompetenzen und Erfahrungen des Wildes.
Mit Beginn der Ausrottungsjagden wurde der gesamte, dem Menschen gegenüber sehr zutrauliche Rotwildbestand vernichtet
(bei einem der ersten Kesseltreiben gleich über 50 Stück in zwei Stunden), jetzt jährlich die Nachgewanderten, pro Jagd ca. 12 bis 16. Ähnliches gilt für beide Nationalparke. Im Niedersächsischen Teil wird regelmäßig 60 bis 80 Prozent mehr Rotwild vernichtet als auf irgendeiner anderen Fläche außerhalb der Parke. Systematisch wird Rotwild auch in den übrigen Staatsforsten durch Massenjagden vernichtet. Eines der schlimmsten Beispiele fand kürzlich in Trautenstein statt, wo 40 Stück Rotwild bei einer Massenjagd zusammengetrieben und abgeschlachtet wurden. (Wie wir hören auf Veranlassung von Dr. Reinhard). |
Erst das Herumpfuschen in der Natur durch ökologisch, ökonomisch, ethologisch, genetisch und wohl auch ethisch inkompetente Personen hat zu den jetzigen Zuständen geführt. Der Naturtourismus, der weltweit vorwiegend auf der Beobachtung frei lebender Tiere basiert, wurde zum Nachteil der einheimischen Bevölkerung durch ahnungslose (aber finanziell gut abgesicherte) Beamte zerstört bzw. konnte sich nicht im wünschenswerten Umfang entwickeln So wird privilegierten Jägern sogar in Kernzonen erlaubt, das letzte noch sichtbare Wild, den letzten noch sichtbaren Hirsche abzuschießen (z.B.Sandbrinkklippen, Veranlassung Herr Gaffert). Schußschneisen mit Salzködern wurden in Kernzonen gebaut, Beobachtungskanzeln für die Bevölkerung wieder mangels Wild abgerissen, vorhandene Wege (Kolonnenweg) wurden teuer beseitigt, um gleich nebenan eine neue Straße zu bauen, Füchse werden eingefangen und umgebracht (vermutlich totgeschlagen), gut funktionierende Bohlen-Wanderwege für Rettungsfahrzeuge unbenutzbar und für Fußgänger gefährlich umgestaltet, eine aufgeblähte Verwaltungen wurden errichtet (die weltweit höchste Mitarbeiterzahl pro Nationalparkfläche hat der Nationalpark Hochharz, dicht gefolgt vom Nationalpark Harz) etc. pp. |
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Mitteilung an die BI
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Link zu
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